Bern, 11. Dezember 2025 – Der Nationalrat hat heute die Volksinitiative «Für eine Einschränkung von Feuerwerk» behandelt und einen indirekten Gegenentwurf beschlossen. Dieser verbietet Feuerwerkskörper, die ausschliesslich zur Knallerzeugung bestimmt sind – umgangssprachlich «Böller» – und verzichtet auf jegliche weitere Einschränkung von Feuerwerk. Der Verein «Für eine Einschränkung von Feuerwerk» ist von diesem Entscheid sehr enttäuscht: Er widerspricht den Bedürfnissen eines Grossteils der Bevölkerung.
«Sogenannte Böller machen nur einen Bruchteil der Feuerwerkskörper aus, die Lärm verursachen. Ein Böllerverbot als indirekter Gegenvorschlag zur Initiative greift daher entschieden zu kurz», sagt Monika Wasenegger, Vorstandsmitglied des Trägervereins. Der Nationalrat suggeriert damit, dass Menschen, Tiere und die Umwelt keinen besseren Schutz vor den negativen Auswirkungen von lautem Feuerwerk benötigen. Es braucht weitergehende Einschränkungen für den privaten Gebrauch von lauten Feuerwerkskörpern.
Klarer Rückhalt in der Bevölkerung
Die Befragung von gfs.bern (10/2024) zeigt, dass sich eine deutliche Mehrheit der Schweizer Stimmbevölkerung zwar gerne Feuerwerk anschaut, dieses aber nicht selbst zünden muss. Mehr als zwei Drittel der Befragten würden für oder eher für die Feuerwerksinitiative stimmen.
Auch die öffentliche Stellungnahme des Vereins zur Vernehmlassung des indirekten Gegenvorschlags fand enormen Rückhalt: Innert weniger als fünf Wochen kamen 40’000 Unterschriften von Bürgerinnen und Bürgern zusammen, die eine Einschränkung von lautem Feuerwerk unterstützten. Die jüngsten kommunalen Entscheide in Bauma (ZH) und Rüti (ZH) zu einer weitgehenden Einschränkung von Feuerwerk bekräftigen weiter, dass diese von der Bevölkerung gewünscht ist.
Der Verein «Für eine Einschränkung von Feuerwerk» ruft nun den Ständerat auf, dieses deutliche Signal aus der Bevölkerung ernst zu nehmen und den Gegenentwurf zu verschärfen.