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1. August - Feiern ohne Knallerei

Bern, 22. Juli 2026 – Feste sollen verbinden und Freude bereiten. Immer mehr Menschen wünschen sich deshalb eine zeitgemässe Form des Feierns, die Rücksicht auf Menschen, Tiere und die Umwelt nimmt. Lautes, unkoordiniertes Feuerwerk stellt dabei für viele eine grosse Belastung dar. Im November kommt entsprechend die Feuerwerksinitiative zur Abstimmung: Sie schränkt das Abbrennen lauter Feuerwerkskörper durch Privatpersonen ein. 

Laut einer repräsentativen gfs.Bern-Umfrage von 2024 unterstützen 68 Prozent der Stimmberechtigten die Feuerwerksinitiative. Diese setzt dort an, wo die grösste Belastung entsteht: Bei lauten Feuerwerkskörpern im Privatgebrauch. Leise Feuerwerksartikel und grosse öffentliche Feuerwerke bleiben weiterhin möglich.  

Kampagne macht auf die Schattenseiten von Feuerwerk aufmerksam 

Rund um den 1. August lanciert der Verein «Für eine Einschränkung von Feuerwerk» eine schweizweite Kampagne – und ruft zu Rücksicht statt Raketen auf. Ab dem 27. Juli werden Kurzclips auf digitalen Screens in Städten und öffentlichen Verkehrsmitteln ausgestrahlt. Flankiert wird die Kampagne von einer schweizweiten Social-Media-Kampagne auf Instagram und Facebook mit statischen und animierten Kampagnensujets. 

Denn: Lautes Feuerwerk versetzt Heim-, Nutz- und Wildtiere in Panik. «Die Folgen von Feuerwerk für Tiere und ihre Halter und Halterinnen werden oft unterschätzt. Viele verbringen den 1. August nicht feiernd, sondern mit ihren verängstigten Tieren im Badezimmer oder Keller. Einige Vierbeiner bleiben traumatisiert – ihre Angst hält Tage bis Monate an», so Dr. Maya Bräm, Tierärztin für Verhaltensmedizin (AG) und Wissenschaftlerin. Bei Nutztieren sind gerade Fluchttiere stark betroffen. Sarah Anderhub, Landwirtin aus Eschenbach (LU), wünscht sich Solidarität für jene, deren Tiere verängstigt werden: «Ein unerwartetes Feuerwerk in der Nähe – und plötzlich bricht Chaos im Stall aus. Pferde, Schweine, Hunde, Rinder: Alle geraten in Panik. Klar, ein Feuerwerk am Himmel kann schön sein. Für uns bedeutet es aber eine Gefahr für das Wohl unserer Tiere.» Eine Einschränkung von privatem Feuerwerk würde bereits zu mehr Planbarkeit führen, da öffentliche grosse Feuerwerke räumlich und zeitlich begrenzt sind.  

Auch Wildtiere würden davon profitieren: So erschrecken beispielsweise Wildvögel durch die plötzliche Knallerei, fliegen panisch umher und verlieren dabei die Orientierung – oft mit tödlichen Folgen. Vogelkundige Mitarbeitende der Schwanenkolonie Biel (BE) berichten, dass es rund um den 1. August z. B. vermehrt zu Kollisionen mit Glasflächen kommt. Im Wald verstummt das gewohnte Vogelgezwitscher – ein deutliches Anzeichen für Stress. «Auch die meisten unserer Heimvögel ziehen sich bei Feuerwerk in die Innenvolieren zurück. Sie schreien, flattern hektisch und suchen Schutz», sagt Jaelle Marti, die Betriebsleiterin. 

Letztlich leiden Menschen unter dem Lärm, insbesondere Kinder, ältere Menschen und psychisch belastete Personen. Die Umwelt leidet ebenfalls unter der privaten Knallerei. Wenn die Feier vorbei ist, bleibt der Abfall auf Weiden und Feldern liegen und gelangt in die Gewässer.  

Am 29. November 2026 entscheidet die Stimmbevölkerung, ob lautes Feuerwerk im Privatgebrauch künftig eingeschränkt werden soll. 

Zusätzliche Informationen
 
Bevölkerungsbefragung von gfs.Bern: https://cockpit.gfsbern.ch/de/cockpit/feuerwerksinitiative-def/  

Die Kampagnenbilder zum Download finden Sie auf der Website: feuerwerksinitiative.ch/de/medien (c) Verein «Für eine Einschränkung von Feuerwerk» 

Als Geschäftsstelle der Initiative «Für eine Einschränkung von Feuerwerk» helfen wir zudem gerne, Sie mit Betroffenen oder Fachpersonen in Kontakt zu bringen.