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Tonnenweise Abfall nach Silvester: Verein fordert eine Einschränkung von Feuerwerk

Bern, 19.12.25 – Knallender Feuerwerkslärm sorgt nicht nur für Stress und Angst bei Menschen und Tieren, sondern hinterlässt auch jährlich etwa 1'300 Tonnen Abfall. Dies entspricht dem Gewicht von rund 1’000 Mittelklasseautos. Feuerwerksreste und Batteriebehälter landen auf Feldern, Wiesen und öffentlichen Plätzen. Sie müssen von Landwirtinnen und Landwirten sowie Gemeindemitarbeitenden mühsam eingesammelt werden. Dies ist nicht nur ärgerlich, sondern verursacht zusätzliche Kosten und gefährdet insbesondere Nutz- und Wildtiere.

«Nach den Feierlichkeiten bleiben Feuerwerksreste, Batteriebehälter und Schadstoffe zurück, die nicht von selbst verschwinden», erklärt Bianca Körner vom Verein für eine Einschränkung von Feuerwerk. Sie ergänzt: «Die Verantwortung wird auf die Allgemeinheit abgewälzt.»

Feiern ohne Knallerei

Die Initiative «Für eine Einschränkung von Feuerwerk» möchte die negativen Auswirkungen von Feuerwerk deutlich verringern. Sie fordert, dass laute Feuerwerkskörper künftig bewilligten öffentlichen Feuerwerken vorbehalten bleiben. Vulkane und andere leise Alternativen bleiben für Private weiterhin erlaubt. Eine repräsentative Umfrage des Sozialforschungsinstituts gfs.bern zeigt, dass dies dem Wunsch von einem Grossteil der Bevölkerung entspricht. Schöne, grosse Feuerwerke werden gerne angeschaut – selbst lautes Feuerwerk zünden möchten jedoch nur ein sehr kleiner Anteil der Befragten. Viele wünschen sich mehr Ruhe und weniger Knallerei – nicht nur aus Rücksicht auf Tiere und Menschen, sondern auch für eine saubere Umwelt.

Jetzt handeln

Der Verein ruft Politik und Bevölkerung dazu auf, Verantwortung zu übernehmen und die Initiative zu unterstützen. Weniger Feuerwerk bedeutet weniger Abfall, weniger Lärm und ein Fest für alle.

Link zur gfs.bern Studie: https://cockpit.gfsbern.ch/de/cockpit/feuerwerksinitiative-def/